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Rückenschmerzen beim vierbeinigen Sportler


„Jedes Pferd hat Wirbelblockaden - die Frage ist nur wie man das wegsteckt"


Rückenschmerzen sind für Pferd und Reiter keine unbekannten Beschwerden.

Das Gefühl auf einem Pferd zu sitzen, das Rückenprobleme hat, kennt wohl jeder Reiter. Aber die Lösung zu finden, welche zum Wohlbefinden von Pferd und Reiter führt, ist manchmal ein langer Leidensweg, zumal die Problematik vom Pferdebegleiter, Reiter, Pfleger, Trainer, Besitzer selten erkannt, besser gesagt: anerkannt wird.

Rückenschmerzen finden ihre Ursachen in ganz normalen Verschleisserscheinungen, welche dann durch die sportliche Belastung unterstützt oder verbessert werden können. Ein natürlicher Verschleiß der Wirbelsäule muss aber nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen.
Gezielte Arbeit jedoch unter dem Reiter oder an der Longe, können optisch als auch praktisch zu einer Tarnung des Problems führen. Die Ursachen der Rückenproblematik sind so vielfältig wie der Pferdesport selbst.

Grob gesagt könnte man das Übel etwa wie folgt katalogisieren: falsches Reiten, Bandscheibenvorfälle, Degenerative Erkrankungen, Wirbelblockaden, Unfälle, Verschleißprozesse... Oft werden allerdings nicht zu unterschätzende Faktoren ungenügend berücksichtigt: eine zu harte Hand des Reiters, falsches Reiten, Fehlbelastung des Pferdes durch Wirbelsäulenannomalien des Reiters, wirtschaftlicher Druck zum Sportresultat sind leider Gang und Gebe im Pferdesport.

Der Bandscheibenvorfall äussert sich sehr schmerzhaft dadurch, das die Beweglichkeit der einzelnen Wirbelkörper nicht mehr gewährleistet ist. Durch Elastizitätsverlust, Einrisse oder Ungleichgewicht auf dem Kern der Bandscheiben kann es zu einer Verschiebung der Bandscheibe zwischen zwei Wirbelkörpern kommen. Nicht jeder Vorfall führt zwangsläufig zum Schmerzzustand. Bei weiterer Druckerhöhung auf der Bandscheibe führt dies zu einer Kommpression des Rückenmarks oder Nervensystems, zu Taktunreinheiten des Bewegungsapparates bis hin zur Lähmung.

Die Mehrheit der Rückenschmerzen werden aber nicht von einem Vorfall, sondern von einem degenerativen Erkrankungsprozess provoziert. Arthrosen in den kleinen Facettengelenken sind sehr schmerzhaft. Sie sind durch eine Röntgenaufnahme darzustellen und durch eine gezielte Leitungsanästhesie zu bestätigen: In der Pferdewelt wird von sich küssenden Dornvorsätzen, den "Kissing Spines" geredet.

Wirbelblockaden müssen nicht plötzlich, können aber auch progressiv schlimmer auftauchen. Diese Blockierungen sind meistens extrem schmerzhaft: es kommt zum Ungehorsam, zum Steigen, abbuckeln des Reitergewichtes bis hin zur kompletten Arbeitsverweigerung. Reiter mit eigener Wirbelsäulenproblematik müssen es in Kauf nehmen, das auch ihr Pferd früher oder später in eine Schonhaltung übergeht, als Folge der reiterlichen Fehlbelastung, und somit massive Einbuchungen der sportlichen Leistung zu verzeichnen ist. Diese Schonhaltung lässt bei Belastung andere, nicht erwünschte Muskulatur entstehen...

Falsch entwickelte Muskulatur durch z.b. einen nicht passenden Sattel, lässt keine gezielte Entwicklung der Rückenmuskulatur zu und führt auf diese Art und Weise zur Rückenproblematik...

Also, zusammengefasst: nur eine gesunde Wirbelsäule kann mit einem gesunden Reiter, welcher mit einem passenden Sattel artgerecht die Reiterei ausführt, zum allgemein bekannten „Himmel auf Erden" kommen...