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Was versteht man unter Physiotherapie ?

Was in England, Amerika und Kanada schon lange eine normale Sache ist, stößt in Deutschland noch oft auf Unverständnis und Unkenntnis: Physiotherapie für Pferde!

Allgemein kann man sagen, dass die Human-Physiotherapie so etwas wie der Große Bruder der Tier-Physiotherapie ist. Die Behandlung von Tieren ist hingegen viel schwieriger, weil man die Therapie ausüben muss, ohne die verbale Hilfe des Patienten. Wer von Ihnen tagtägliche Erfahrung mit Tieren hat, ist sicher mit mir einer Meinung, dass Tiere eine eigene Sprache haben, eine ohne Worte, aber universell zu interpretieren. Der Besitzer, der sein eigenes Pferd kennt, oder der Pferdepfleger der seine Turnierkracher versteht, weiß genau, wann welches Pferd Hunger oder Durst hat oder krank ist.

Die Basis der physiotherapeutischen Behandlung lautet also: Kenntnisse in der Tierpsychologie UND eine korrekte Diagnose des behandelnden Tierarztes.

Die Physiotherapie ist ein wirksames Mittel zur Behandlung des Bewegungsapparates. Sie umfasst sowohl die manuelle Behandlung als auch der Einsatz von Geräten. Von Kunden werden oft Wunder erwartet, weil in vielen Büchern über eine beschleunigte Heilung geschrieben wird. Geschädigtes Gewebe heilt aber in seinem eigenen Rhythmus und Geräte können höchstens eine Steigerung der Heilungsfähigkeit erreichen, und diese dann nur beim richtigen Einsatz des richtigen Apparates zum richtigen Zeitpunkt. Eine vollständige Genesung ist eine Kombination zwischen einer genauen Diagnose einerseits und einer korrekten Anwendung der Geräte andererseits, Hand in Hand mit einer wirksamen Rehabilitation in Form von gezielten Bewegungsübungen.

Viele Verletzungen, physiotherapeutisch behandelt in der Human-Medizin, haben pathologische Ähnlichkeit mit denen der Pferde.

Auf dieser Basis ist die Physiotherapie ein Bestandteil der in der tierärztlichen Praxis eingesetzten Behandlungsmethoden geworden.

Pferdebesitzer glauben all zu schnell, dass diese Therapien nur bei wertvollen Tieren wirtschaftlich zu tragen sind. Die Kosten für Unterhalt bleiben die gleichen, egal ob ein Wettkampfpferd oder Freizeitpferd trainiert wird oder Boxenruhe hat wegen einer Verletzung. Eine Verkürzung der Verletzungspause durch physiotherapeutische Behandlung ist also wirtschaftlich vorteilhaft zu unterstützen. Dieses letzte Argument soll dann auch ein finanzieller Hinweis sein zum Thema: Soll ich meine Pferden therapieren lassen oder nicht?

Die Basis der Physiotherapie liegt im Respektieren der biomechanischen Strukturen: Wie verläuft eine Bewegung eigentlich?

Der Mensch hat keinerlei Schwierigkeiten seine Fragen und Sorgen in punkto Verletzung oder Kondition mit dem Sportarzt oder Therapeut zu besprechen. Die Pferde haben diese Möglichkeit zum Gespräch nicht. Falls Reiter, Besitzer oder Pfleger keinen

Mangel sieht, dann geht's unverändert weiter! Das Pferd versucht, seine Beschwerden zu zeigen, wird aber oft nicht, oder sogar falsch verstanden, was dann häufig zu einer nicht optimale Leistung führt.

Der nächste Punkt ist die Diagnose. Eine gründliche Untersuchung ist wichtig für die Diagnose und wird am sinnvollsten durch den Fachtierarzt oder in Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeuten gemacht.

Das ruhige Beobachten von Pferden vor Einleitung einer Behandlung zahlt sich meistens aus. Es ist auch besser für die Psyche der Pferde. Stress durch Angst oder Misstrauen gegenüber Fremden muss nicht sein und macht eine richtige Untersuchung nur schwieriger.

Die Vertrautheit mit dem Körperbau der Pferde ermöglicht in vielen Fällen das Erkennen von Veränderungen durch bloßes Hinsehen oder vergleichen mit der gesunden Seite. Sehr oft verfügt das Pferd über eine stark ausgeprägte Seite, wogegen die dazugehörige Gegenseite gewaltige Defizite aufweist.

Jetzt kommen wir zur praktischen Seite der Physiotherapie.

In der Ruhephase des Patienten während der Heilungsperiode ist es höchstinterresant, den Heilungsprozess mit physiotherapeutischer Unterstützung zu kombinieren.

Durch die Verletzungspause kommt es zu einer Inaktivität, welche zu einem Verlust an körperlicher Kondition führt. Bevor man nach der Genesung wieder auf maximale Kapazität trainiert, muss es eine Übergangsperiode geben, die mit Hilfe einer der vielen Anwendungsarten der Physiotherapie zusammenwirkt. Die meisten Methoden sind so alt wie die Medizin selber, andere wurden in den letzten Jahren entwickelt und sind mittels hoch technologischer Geräte auszuführen.

Eine angemessene Rehabilität muss erfolgen, sonst gibt es Probleme mit überbeanspruchten Gelenken und der Muskulatur. Die Physiotherapie spielt beim Wiederaufbau der verloren gegangenen Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle!!